19. November 2020

Und jetzt: die Welt!

Oder es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen

von Sibylle Berg

Abschlussprojekt 2021

In ihrem Stück „Und jetzt: die Welt!“ („Oder: Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen“) lässt Sibylle Bergs Protagonistin ihr noch junges Leben Revue passieren. Eigentlich ein orientierungsloses und planloses Leben. Früher gehörte sie einem gewalttätigen Mädchen-Clan an, der sich schwache Opfer aussuchte, um an ihnen ihre Aggressionen auszulassen. Aus der Mädchen-Bande ist nun eine WG mit drei Frauen geworden (eine Art Ersatzfamilie vielleicht), wo illegal Pharmaprodukte hergestellt und lukrativ per Internet verkauft werden, weil sich aus Studium oder Ausbildung keinerlei Perspektive ergab.

Alle drei sind auf ihrer Sinn- und Liebessuche in der heutigen virtuellen Welt gefangen, die gnadenlos Ansprüche an sie stellt, welche sie nur unwillig erfüllen. Sie sind quasi permanent über alle möglichen Kanäle online und erreichbar. Mit dabei auf dem digitalen Karussell sind die Mutter sowie die „zukünftige Ex-Liebe“ der Erzählerin, die immer wieder „dazwischenfunken“.

Die Art, wie kommuniziert wird, hinterlässt jedoch stets einen Hauch von Anonymität und Einsamkeit. Alle Beteiligten leiden irgendwie an Überfluss, Überdruss und Langeweile. Sie versuchen, – jede auf ihrer Weise – daraus zu entkommen, ob via Warten und Schweigen, via Drogenkonsum oder Shoppen. Und da draußen wäre noch die große, unbekannte Welt, die auf sie wartet. Aber diese verspricht auch nicht viel mehr, oder doch?

Mit: Arabella Kappel, Laura Klump, Laurita Lecuona-Guzman, Ricarda Wimmer

Regie: Vincent Kraupner  
Dramaturgie und Textredaktion: Dr. Lyla Cestier
Regieassistenz: N.N.

PREMIERE: Juli 2021

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Neue Münchner Schauspielschule im ONSTAGE
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