13. April 2017

Projekte 2017

Der 3. Jahrgang der Neuen Münchner Schauspielschule stellt sich vor:

BENEFIZ – JEDER RETTET EINEN AFRIKANER von Ingrid Lausund

Premiere: Fr 19. Mai 2017, 19.30 Uhr
Theater // an der Rott
Theaterstraße 1, 84307 Eggenfelden.

Weitere Vorstellungen im Theater // an der Rott:
Sa 20. Mai, 19.30 Uhr,
So 21. Mai, 18.30 Uhr,
Sa 27. Mai 19.30 Uhr,
So 28. Mai 17.00 Uhr

Tickets:
08721/ 12 68 98 0 oder www.theater-an-der-rott.de

Weitere Vorstellungen:

Black Box im Gasteig,
Rosenheimer Str. 5, 81667 München

Fr 16. Juni, 19.30 Uhr, VVK über München Ticket
Sa 17. Juni, 19.30 Uhr,
VVK über München Ticket

Telefon München Ticket: 089/ 54 81 81 81

 

Wie bringt man einen durchschnittlich wohlhabenden Europäer dazu, für ein afrikanisches Schulprojekt zu spenden? Mit einer Benefiz-Gala! Ganz klar, sagen sich die Protagonist*innen in Ingrid Lausunds Entwicklungshilfesatire „Benefiz- Jeder rettet einen Afrikaner“. Sie sind weder stinkreich noch prominent, dafür aber hoch motiviert, etwas Großes auf die Beine zu stellen: Eva (Eva-Maria Spiegelhauer), Christine (Anita Eichhorn), Erika (Alena von Aufschnaiter), Leo (Gabriel Wonn), Mascha (Sarah Giebel) und Eckhart (Manuel Feneberg) wollen in Sachen Wohltätigkeit nichts dem Zufall überlassen. Deshalb proben sie den Ablauf der Gala, immer auf der Suche nach Anreizen, die Spendenbereitschaft des Publikums konsequent zu steigern. Was wirkt am besten? Drastische Bilder? Herzerschütternde Fakten? Afrikanischer Ausdruckstanz?

Schließlich aber für das Ego der Beteiligten dann doch nicht ganz unerheblich, stellt sich noch die Frage: Wer bringt all das am besten rüber? Zwischen Affekt- und Effekthascherei sowie dem Ringen um Political Correctness beginnen Eitelkeit und Konkurrenzdenken das gut gemeinte Projekt ernsthaft zu gefährden. Ingrid Lausund hat eine rabenschwarze Satire über die Verflechtungen zwischen Geltungssucht, Profit und Entwicklungshilfe geschrieben. Vincent Kraupner inszeniert das Stück mit dem Abschlussjahrgang der Neuen Münchner Schauspielschule. Die Koproduktion mit dem Theater an der Rott feiert in der Reihe „Meister von Morgen“ in Eggenfelden Premiere.

Mit: Eva-Maria Spiegelhauer, Anita Eichhorn, Alena von Aufschnaiter, Gabriel Wonn, Sarah Giebel, Manuel Feneberg.

Regie: Vincent Kraupner. Bühne: Dr. Uwe Lohr, Vincent Kraupner. Dramaturgie: Dr.Lyla Cestier. Kostüme: Monika Staykova. Musikalische Einstudierung: Marie Brandis. Choreographie: Valentina Piperato. Regieassistenz: Franziska Reng

Pressekontakt: Katrin Dollinger. kd@ratundtat-kulturbuero.de. Tel.: 0175/5222320

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10. MAI 2017

 

Lesung aus Verbrannten Büchern am  Königsplatz

 

Leitung: Martin Pfisterer

Mitwirkende: Michaela Bader, Jasmin Bernhardsgrütter und Mika Sing
(Schülerinnen des 2. Jahrgangs der NMS)

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„MAN HAT HALT SO EINE SEHNSUCHT IN SICH –
Moritaten von Liebe und Einsamkeit“

von Alexander Netschajew & Marie Brandis
mit dem 2. Jahrgang der Neuen Münchner Schauspielschule

Dieser Abend besingt die Abgeschriebenen und all diejenigen, die sich davor fürchten an den Forderungen der modernen Konsumgesellschaft zu scheitern: dass wir nämlich alle individuell sein sollen, wo wir uns nach Gemeinschaft sehnen, dass wir hungrig sein sollen, auch wenn wir längst satt sind und dass wir nie vergessen sollen, dass nur die Besten auf dem Siegertreppchen landen und die zweiten in Vergessenheit geraten – in der Politik, in der Wirtschaft und in der Liebe.

„MAN HAT HALT SO EINE SEHNSUCHT IN SICH“ bringt die eine Welt auf die Bühne, in der das Tauschprinzip jede Beziehung und alle Regionen der Intimität durchdringt. Kein Geschenk ohne Gegenleistung! Starke hochpotente Mannsbilder werden in Erscheinung treten und gstandene Weiber, die sich ihnen andienen, mit allem was sie haben oder auch nicht haben. Der Umgangston wird rau sein. Doch keine Angst! Die Ordnung ist nicht in Gefahr. Weil im Grunde hat sich doch nichts verändert seit den 1930er Jahren.

Alexander Netschajew, Marie Brandis und der 2. Jahrgang der Neuen Münchner Schauspielschule präsentieren ein absurd skurriles Best of „Krisenlyrik der 1930er Jahre“ –  gespickt mit Szenen aus „Kasmir und Karoline“, aus Molnars „Liliom“ und Schnitzlers „Reigen“. Mit Moritaten von Bert Brecht und Kurt Weill. Mit Couplets von Frank Wedekind, Karl Valentin und Fredl Weiß. Gesungen und dargebracht von jungen Menschen mit festen Körpern und wunderbaren Stimmen. Dieses Krisenfest ist bitter, frivol und gemein. Es wird die Schönheit zelebrieren, die Liebe und die Jugend und dabei beide gleichzeitig in den Dreck ziehen. Ein Abend wie ein schrilles Warnsignal das folgenlos bleibt. Ein kleiner Ausschnitt einer Realität, die viele nur noch aushalten können, weil sie etwas Niedrigeres finden, dass sich mit Füßen treten lässt.

Alexander Netschajew, Schauspieler, Regisseur und Intendant des Landestheaters der Altmark in Stendal, hat einst selbst an der Neuen Münchner Schauspielschule studiert.
Die Sängerin Marie Brandis hat jüngst mit Student*innen der Neuen Münchner Schauspielschule die szenische Nummern Revue  „WENN ICH MIR WAS WÜNSCHEN DÜRFTE“ erarbeitet, die mehrfach im Teamtheater Salon gezeigt wurde. „MAN HAT HALT SO EINE SEHNSUCHT IN SICH“ ist die erste Zusammenarbeit mit dem Hofspielhaus München.

Regie: Alexander Netschajew
Musikalische Leitung: Marie Brandis
Klavier: Katja Sarkisova
Mitwirkende in Spiel und Gesang: Jules Andres, Michaela Bader, Markus Beisl, Jasmin Bernhardsgrütter, Sander Bucher, Mira Malan, Lukas Oberhuber, Mika Sing

Premiere: Mi 8. März 2017, Hofspielhaus München

Weitere Vorstellungen: Do 9. und Do 16. März 2017

Hofspielhaus München, Falkenturmstr.8, D-80331 München

Karten:
Telefon: 089/24 20 93 33
info@hofspielhaus.de
www.hofspielhaus.de