17. Dezember 2015

Aktuelle Projekte

„MAN HAT HALT SO EINE SEHNSUCHT IN SICH –
Moritaten von Liebe und Einsamkeit“

von Alexander Netschajew & Marie Brandis
mit dem 2. Jahrgang der Neuen Münchner Schauspielschule

Dieser Abend besingt die Abgeschriebenen und all diejenigen, die sich davor fürchten an den Forderungen der modernen Konsumgesellschaft zu scheitern: dass wir nämlich alle individuell sein sollen, wo wir uns nach Gemeinschaft sehnen, dass wir hungrig sein sollen, auch wenn wir längst satt sind und dass wir nie vergessen sollen, dass nur die Besten auf dem Siegertreppchen landen und die zweiten in Vergessenheit geraten – in der Politik, in der Wirtschaft und in der Liebe.

„MAN HAT HALT SO EINE SEHNSUCHT IN SICH“ bringt die eine Welt auf die Bühne, in der das Tauschprinzip jede Beziehung und alle Regionen der Intimität durchdringt. Kein Geschenk ohne Gegenleistung! Starke hochpotente Mannsbilder werden in Erscheinung treten und gstandene Weiber, die sich ihnen andienen, mit allem was sie haben oder auch nicht haben. Der Umgangston wird rau sein. Doch keine Angst! Die Ordnung ist nicht in Gefahr. Weil im Grunde hat sich doch nichts verändert seit den 1930er Jahren.

Alexander Netschajew, Marie Brandis und der 2. Jahrgang der Neuen Münchner Schauspielschule präsentieren ein absurd skurriles Best of „Krisenlyrik der 1930er Jahre“ –  gespickt mit Szenen aus „Kasmir und Karoline“, aus Molnars „Liliom“ und Schnitzlers „Reigen“. Mit Moritaten von Bert Brecht und Kurt Weill. Mit Couplets von Frank Wedekind, Karl Valentin und Fredl Weiß. Gesungen und dargebracht von jungen Menschen mit festen Körpern und wunderbaren Stimmen. Dieses Krisenfest ist bitter, frivol und gemein. Es wird die Schönheit zelebrieren, die Liebe und die Jugend und dabei beide gleichzeitig in den Dreck ziehen. Ein Abend wie ein schrilles Warnsignal das folgenlos bleibt. Ein kleiner Ausschnitt einer Realität, die viele nur noch aushalten können, weil sie etwas Niedrigeres finden, dass sich mit Füßen treten lässt.

Alexander Netschajew, Schauspieler, Regisseur und Intendant des Landestheaters der Altmark in Stendal, hat einst selbst an der Neuen Münchner Schauspielschule studiert.
Die Sängerin Marie Brandis hat jüngst mit Student*innen der Neuen Münchner Schauspielschule die szenische Nummern Revue  „WENN ICH MIR WAS WÜNSCHEN DÜRFTE“ erarbeitet, die mehrfach im Teamtheater Salon gezeigt wurde. „MAN HAT HALT SO EINE SEHNSUCHT IN SICH“ ist die erste Zusammenarbeit mit dem Hofspielhaus München.

Regie: Alexander Netschajew
Ausstattung: N.N.
Musikalische Leitung: Marie Brandis
Klavier: N.N.
Mitwirkende in Spiel und Gesang: Jules Andres, Michaela Bader, Markus Beisl, Jasmin Bernhardsgrütter, Sander Bucher, Christine Leidenberger-Bolona, Mira Malan, Lukas Oberhuber, Mika Sing

Premiere: Mi 8. März 2017, Hofspielhaus München

Weitere Vorstellungen: Do 9. und Do 16. März 2017

Hofspielhaus München, Falkenturmstr.8, D-80331 München

Karten:
Telefon: 089/24 20 93 33
info@hofspielhaus.de
www.hofspielhaus.de